Energie sparen zahlt sich aus
aus den Westfälischen Nachrichten vom 20.07.2011
Wie vielseitig das Sonnenlicht als Energiequelle genutzt werden kann, dafür liefert das Solarmobil aus Münster eine Reihe anschaulicher Beispiele. Das schöne daran: Es handelt sich um Dinge des Alltags.Foto:
(Michael Baar)Lengerich - 52 Tonnen Kohlendioxid vermieden, 192 496 Kilowattstunden Energie gespart. Beeindruckende Zahlen, die Frank Lammert nennt. Wichtiger scheinen seinen Zuhörern die plakativen Zettel zu sein, die Dr. Heide Heising in der Hand hält. Auf den Urkunden steht auf den Euro genau, wie sehr sich die Schüler und Lehrer für das Energiesparen engagiert haben.
Der Beigeordnete spricht vom „tollen Engagement“ der Kinder. Dass die pfiffigen Sparideen nicht in den Schulen bleiben, erfährt der Familienvater zuhause. „Meine Kinder bringen immer wieder Tipps zum Energiesparen mit nach Hause“, sagt er mit strahlendem Gesicht.
Es ist keine klassische Siegerehrung, die in der gemeinsamen Aula von Astrid-Lindgren-Schule und Grundschule Stadt über die Bühne geht. „Jeder hat gewonnen“, stellt Volker Knapheide bei der Begrüßung fest. Den Grund nennt der Konrektor der Astrid-Lindgren-Schule ebenfalls: „Jeder hat gezeigt, wie man Energie sparen kann.“
„Sei ein Fuchs, spar Lux“ heißt das Projekt, das vor sieben Jahren in Lengerich angelaufen ist. Es ist eine Erfolgsgeschichte geworden und hat landesweit Anerkennung gefunden. Vor drei Jahren sind die „Solar-Füxxe“ als eines der zehn besten Praxis-Beispiele vom Städte- und Gemeindebund genannt worden.

Wie vielseitig das Sonnenlicht als Energiequelle genutzt werden kann, dafür liefert das Solarmobil aus Münster eine Reihe anschaulicher Beispiele. Das schöne daran: Es handelt sich um Dinge des Alltags.Foto:
(Michael Baar)
Keine Eintagsfliege, wie Frank Lammert erzählt. Während er die Urkunden an die Vertreter der Schulen überreicht, „ist das achte Projektjahr längst angelaufen“.
Auf dem Schulhof gibt das Solarmobil aus Münster einen Überblick, welche Alltags-Gegenstände auf eine herkömmliche Energiequelle verzichten können: Taschenlampe, Ladegerät für Akkus oder Radio. Kurbeln oder kleine Solarzellen sorgen für die nötige elektrische Energie.
Wie das in großem Maßstab funktioniert, erklärt Paul Lurch (Stadtverwaltung) wenige Schritte weiter in der Kirchpatthalle. Auf deren Dach ist vor kurzem die erste städtische Fotovoltaik-Anlage in Betrieb gegangen. Eine Erkenntnis: Auch bei bedecktem Himmel wird Strom produziert.
VON MICHAEL BAAR