Generationpark nicht attraktiv

aus den Westfälischen Nachrichten vom 15.06.2011

 
 
Viele Themen brennen den Jugendlichen unter den Nägeln. Das wurde beim 14. Jugendforum deutlich, das gestern im Jugendzentrum von Dieter Teepe (rechts) geleitet wurde. Foto:
Viele Themen brennen den Jugendlichen unter den Nägeln. Das wurde beim 14. Jugendforum deutlich, das gestern im Jugendzentrum von Dieter Teepe (rechts) geleitet wurde. Foto:
(Detlef Dowidat)
 
Lengerich - Mehr Aufenthaltsräume für Jugendliche und attraktivere Angebote für junge Menschen in der Stadt. Das wünschten sich gestern die Teilnehmer des 14. Lengericher Jugendforums, zu dem sich vornehmlich die Klassen- und Schulsprecher der weiterführenden Schulen im Jugendzentrum (JZ) trafen. Deutlich herauszuhören war: Der Generationenpark ist für die Jugend unattraktiv.

Dieter Teepe, Leiter des JZ und Vorsitzender des Stadtjugendringes, bezeichnete das Jugendforum als wichtige Möglichkeit, mitreden, mitentscheiden und verändern zu können. „Die hier anwesenden gewählten politischen Vertreter hören sehr genau zu, was Euch unter den Nägeln brennt“, versprach Teepe, der das Forum als wichtige freiwillige Facette der Bürgerbeteiligung darstellte.

„Wir wünschen uns Treffpunkte, wo wir als Jugendliche unter uns sein können“, forderte eine Schülerin des Hannah-Arendt-Gymnasiums. Ihr schwebte eine Räumlichkeit vor, die von der Stadt zur Verfügung gestellt wird und wo in Zusammenarbeit mit den Schulen eine Art Café entstehen könnte, das von Schülern für Schüler betrieben werde. Der Hinweis von Dieter Teepe, dass doch der Generationenpark ideale Aufenthaltsmöglichkeiten böte, fand wenig Gehör. Zum einen wurde die Meinung vertreten, der Generationenpark sei nur ein Kinderspielplatz. Zum anderen wurde angemerkt, dass man dort zu sehr eingeschränkt sei durch Altenheim und Gempt-Halle. Ein weiteres Manko sei, dass man sich im Park nur bis 22 Uhr aufhalten dürfe.

Konkrete Gedanken machen sich die Jugendlichen um den Fortbestand des Skaterparkes im Eingangsbereich zur LWL-Klinik. Vor allem, nach dem die Halfpipe aus Sicherheitsgründen abgebaut wurde, gibt es eine Gruppe, die bereits konkrete Pläne erstellt hat und mit Bürgermeister Friedrich Prigge in Kontakt steht. Der versprach: „Wenn es vernünftige Planungen gibt, werde ich mich um Sponsoren bemühen“.

Weitere Themen im Jugendforum waren die Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt, Bessere Zug- und Busverbindungen, überdachte Fahrradständer am Hannah-Arendt-Gymnasium, mehr Farbe in den Schulen und auf Schulhöfen, eine Soccer-Halle sowie ein jugendgerechter gestaltetes Freibad. Und, wie jedes Jahr, wurde wieder der Wunsch nach einem Kino laut.

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