Integration - Zukunft gewinnen
aus den Westfälischen Nachrichten vom 25.09.2011
Lengerich - Als „Markt der Möglichkeiten“ wurde das Integrationsfest angepriesen - und der Name hat sein Versprechen gehalten.
Den Besuchern bot sich am Samstagnachmittag eine bunte Mischung der verschiedenen Kulturen Lengerichs. Im Rahmen der Interkulturellen Woche, die momentan in vielen Städten und Gemeinden Deutschlands durchgeführt wird, hat die Integrationsinitiative der Stadtverwaltung Lengerich ein Fest gestaltet, das zu einem vollen Erfolg geworden ist. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass sich so viele Kinder und Gruppen an diesem Tag beteiligt haben“, freut sich Andrea Balsmeier stellvertretend für die Integrationsinitiative.
Hatte die Initiative im vergangenen Jahr noch verschiedene Veranstaltungen zum Thema Integration organisiert, entschied sie sich in diesem Jahr für einen zentralen Tag. Ziel des Festes ist es, Vorurteile abzubauen und ein besseres Verständnis zwischen den Kulturen zu schaffen. „Zusammenhalten und Zukunft gewinnen“ lautet daher das Motto des Festes, das von Lengerichs Bürgermeister Friedrich Prigge in seiner Eröffnungsrede angesprochen wurde. Dieser lobte auch das ehrenamtliche Engagement der Veranstalter und der zahlreichen Gruppen und Schulen, die sich an dem Integrationsfest beteiligt haben.
Das Angebot an diesem Nachmittag hätte vielseitiger nicht sein können. Der CVJM Lengerich bot Schoko-Fondue für Kinder an, das besonders gut ankam und zu einer zentralen Anlaufstelle avancierte. Des Weiteren hatten die Kinder dort die Möglichkeit zu basteln und sich Informationen über den kirchlichen Verein zu holen. Ein Highlight war der große Römer, der von den Kindern mit je einem Feld ausgemalt werden konnte.

Hatten am Samstagnachmittag viel Spaß mit den Angeboten der Schulen und Vereine: Für die Kinder war der Markt der Möglichkeiten besonders interessant.Foto:
(Jendrik Peters)
Auf der Bühne der Gempt-Halle wurde im Minutentakt ein tolles Programm geboten. Tänze und Gesang der Lengericher Grundschulen waren ebenso vertreten wie der Rap-Dance der Gutenberg-Hauptschule und der Flashmob-Dance des Hannah-Arendt-Gymnasiums. Für den nötigen Spaß bei der Veranstaltung sorgte das Improvisorium, eine Gruppe aus Osnabrück, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Zuschauer durch spontanes Theaterspiel zu unterhalten.
Abseits der Bühne wurden unter anderem eine Führung zur evangelischen Stadtkirche und zur Moschee an der Münsterstraße angeboten. Das Spiel-Mobil des Jugendzentrums Lengerich war ebenfalls vertreten und versuchte mit Hilfe der Kinder die längste Tapetenrolle Lengerichs zu gestalten.
„Ich wills wissen!“ lautet das zentrale Motiv des Marktes der Möglichkeiten. Die Gelegenheit, sich Wissen anzueignen und nebenbei am Kuchenstand zu stärken, hatten alle Kinder. Dank der Vorbereitung der Schulen wurde mit Vorurteilen gegenüber anderer Kulturen aufgeräumt und ein Stück weit zur besseren Völkerverständigung beigetragen.
Für einen runden Abschluss sorgte die Band „Montagshelden“, die - mal sanft, mal rockig - einem gelungenen Tag ein gebührendes Ende verlieh.
von JENDRIK PETERS