Er, der die neunte Klasse der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) besucht, schnuppert in die Berufswelt hinein, erlebt, was ein Pferdewirt mit Schwerpunkt Pferdehaltung und Service so alles macht. Das fängt morgens mit dem Füttern, dem Streuen des Stalls, dem Herausführen auf die Weide an.
Auf ins (Berufs-)Leben
aus den Westfälischen Nachrichten vom 08.04.2011
Er, der die neunte Klasse der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) besucht, schnuppert in die Berufswelt hinein, erlebt, was ein Pferdewirt mit Schwerpunkt Pferdehaltung und Service so alles macht. Das fängt morgens mit dem Füttern, dem Streuen des Stalls, dem Herausführen auf die Weide an.
Natürlich ist der Schüler auch mit dem Trecker auf dem Hof und in den Wiesen unterwegs. Er ist mit dem Praktikum sehr zufrieden: „Es macht Spaß.“ Das ist auch Lars Rethemeier, sein Chef. „Er zeigt Interesse.“ Für den 35-Jährigen ist ein Praktikum der richtige Weg, die Berufswelt zu erleben.
„Er kann gut mit Tieren.“ Das ist Klassenlehrerin Swantje Bäcker aufgefallen. Kein Wunder, der Junge aus Kattenvenne ist unter anderem mit einer mongolischen Eidechse als “Spielgefährten“ aufgewachsen.
Von den 16 Schülern, die sich ihre Praktikumsstellen selbst suchen, nehmen neun an einem crossmedialen Projekt „Auf ins Leben“ des Bennohauses in Münster teil. Sie lassen sich filmen. Auch dieser Schüler macht mit. Zum Abschluss erhält er den Film auf DVD. Die Schule nutzt den Streifen für schulinterne Zwecke.
Die Zusammenarbeit mit dem Bennohaus ist der ALS möglich, weil die Schule von der Initiative „Zukunft fördern“ mit 4000 Euro unterstützt wird. „Dadurch ist es der Schule möglich, noch individueller auf die Schul-, Berufs- und Lebensplanungen unserer Schüler einzugehen“, hebt die Lehrerin hervor.
Die Astrid-Lindgren-Schule arbeitet seit zwei Jahren mit dem Bennohaus zusammen. Erfolgreich.
Der Schüler führt „Capistrano“, einen fünfjährigen Wallach, über den Hof. Das hält Maria Frahling von „i:si Raum für Media“ mit der Kamera fest. Dokumentarisch. „Wir machen eine Praktikumsanalyse“, sagt sie. Zu Anfang formulieren die Mädchen und Jungen ihre Erwartungen. Dann folgt die Tätigkeitsbeschreibung in den Betrieben. Eine Analyse des Praktikums schließt sich an: Sind die Hoffnungen erfüllt worden, welche Erfahrungen wurden gemacht, welche Tipps kann der Praktikant geben?
