Wenn „Affen“ gegen „Biber“ kicken
aus den westfälischen Nachrichten vom 15.04.2011
Heike Probst rechnet schnell die End-Tabellen der beiden Gruppen aus. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Bettina Lüken, Dagmar Schücker, Maren Vorbrink und Julia Pippin hat sie das Turnier organisiert. Sie schaut mindestens so zufrieden wie die Kinder. „Wir haben jetzt alle vier Bausteine zusammen“, sagt sie und greift zum Mikrofon.
Jedes Mädchen und jeder Junge erhält eine Urkunde, einen Schlüsselanhänger, einen Pin und einen DFB-Aufkleber. Für jede Klasse, die teilgenommen hat, gibt´s zudem eine Goldmedaille und eine Extra-Urkunde. Die Erst- und Zweitklässler strahlen um die Wette, als sie die „Trophäen“ erhalten.
Für die Astrid-Lindgren-Schule gibt es zwölf Fußbälle vom DFB. Dazu die Chance, mit der ganzen Schule zum Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft gefahren zu werden. Dazu müsste allerdings der Name der Schule aus der Lostrommel gefischt werden, in der sich die Namen aller teilnehmenden Schulen befinden.
Die Regeln dieser Tierfußball-Meisterschaft hat Heike Probst schnell erklärt: Jede Mannschaft besteht aus sechs Spielerinnen und Spielern, jeweils drei von der und von der Astrid-Lindgren-Schule. Auf dem Spielfeld stehen zwei Torleute und zwei Feldspieler. Treffer müssen auf eine von zwei Turnmatten erzielt werden, die an der Wand stehen. Gewechselt wird in den Mannschaften nach jedem Tor: Die Feldspieler gehen ins Tor, die Torleute auf die Ersatzbank, die Reservespieler aufs Feld. Zuvor sind die Teams ausgelost worden.
Im vergangenen Jahr hat die Astrid-Lindgren-Schule schon ein DFB-Fanpaket gewonnen. T-Shirts und Mützen sind unter anderem darin enthalten gewesen. „Ein bisschen groß“, kommentiert Heike Probst die der Hemden und hält eins hoch: Das würde ihr passen, ein Erstklässler „ertrinkt“ darin.
Das Turnier mit der Grundschule Stadt ist der vierte Baustein, den die Astrid-Lindgren-Schule gesetzt hat. Zuvor haben die Mädchen der Schule an einem Fußball-Turnier teilgenommen, Ist eine Lehrer-Fortbildung absolviert und gemeinsam mit dem ein Fußballtraining abgehalten worden. „Jetzt heißt es Daumen drücken“, hofft nicht nur Heike Probst auf den Hauptgewinn: Die Fahrt zum WM-Eröffnungsspiel.

