Steinbruch wird zum Klassenzimmer

aus den Westfälischen Nachrichten vom 13.10.2011

 
Bodo Wistinghausen von der Ig Teuto erläutert einer der Schulklassen im Steinbruch die Entstehungsgeschichte des Kalksteins, dessen Abbau und Verarbeitung zu Zement.Foto:
Bodo Wistinghausen von der Ig Teuto erläutert einer der Schulklassen im Steinbruch die Entstehungsgeschichte des Kalksteins, dessen Abbau und Verarbeitung zu Zement.Foto:
(privat)
 

Lengerich - Fuchs, Marder und auch der Grünspecht wurden von vielen Kindern erkannt. Bei der Waldschnepfe wurde es dann schwierig. Tiere des Waldes erkennen, Gerüche, Baumrinden oder das Fell von Kaninchen oder Bär zu erraten, das waren nur einige Aufgaben, die die Kinder der vierten Klassen der Grundschule Intrup und der Astrid-Lindgren-Schule bei ihrem Walderlebnistag zu bewältigen hatten.

Organisiert von den Lengericher Jägern starteten die Schülerinnen und Schüler in den Parcours im Naturschutzgebiet Intruper Berg. Tatkräftige Unterstützung leisteten Heike Schubert und eine Praktikantin vom Fachdienst Planung und Umwelt der Stadtverwaltung. Sie vermittelten den Kindern die Bedeutung des schonenden Umgangs mit Wald und Flur. Der Geruchssinn wurde ebenfalls getestet: zehn verschiedene Düfte mussten erkannt werden.

Ein Höhepunkt waren die Stationen, die von Bodo Wistinghausen und Marcus Hehmann (beide von der Ig Teuto), betreut wurden. Informationen über Kalkstein, dessen Entstehung im Lauf von Millionen von Jahren, die Herstellung von Zement und die Renaturierung der Steinbrüche stießen auf reges Interesse. Das wuchs noch, als es anschließend darum ging, möglichst gut erhaltene Fossilien zu finden.

Olaf Stähler, Ranger vom Landesbetrieb Wald und Holz, und Burkhard Weritz zogen die Kinder mit anderen Aufgaben in ihren Bann. Es galt, mit der Kluppe Bäume zu messen oder Jahresringe zu zählen. Die Mädchen und Jungen erfuhren, welche Geräte zur Waldarbeit nötig sind, wie der Wald nachhaltig bewirtschaftet wird oder wie durch die Holzwirtschaft in alten Zeiten der Niederwald am Intruper Berg entstand.

Willi Rogge und Dieter Rheinisch von den Lengericher Jägern gaben mit Präparaten einen groben Überblick über die Tiere des Waldes und deren Fressgewohnheiten. Aufgezeigt wurden von ihnen auch die Probleme durch Verbiss auf Grund eines zu hohen Wildbestandes.

Da für den nächsten Tag starker Wind und Regen prognostiziert wurde, soll der Walderlebnistag für die Grundschulen Hohne und Stadtfeldmark im nächsten Frühjahr nachgeholt werden.

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